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Markus Mohr

 Markus Mohr wurde am 17. März 1964 in Duisburg-Hamborn geboren. Schnell lernte er Sprechen, Laufen und Auf`s-Töpfchen-Gehen, so dass er im Juni 1968 die Aufnahmeprüfung für den Katholischen Kindergarten bestand. Dort malte er auch schnell sein erstes Bild „Kartoffeldruck mit Würstchen“, für das er den Jugendpreis der Stadt Duisburg erhielt.
Nach dem Kindergarten besuchte er vier Jahre lang die Grundschule am Weyer in Dinslaken-Hiesfeld, lernte dort Lesen, Rechnen und Schreiben sowie Abgucken, Petzen und Sich-Prügeln. In dieser Zeit entstanden seine Novellen „Alle Mädchen sind doof“, „Alle, außer Marion“ und „Doch alle“. Diese Trilogie wurde mit dem Heinrich-Hesse-Preis der Stadt Dinslaken als mutigste Neuerscheinung mit der „Vollen Hose in Gold“ prämiert. Nach der erfolgreichen Grundschulzeit wechselte Mohr aufs Otto-Hahn-Gymnasium in Dinslaken. In diese Zeit fällt auch der Schicksalsschlag, der ihn maßgeblich prägte und dessen Aufarbeitungsversuche seine literarischen Werke über Jahre bestimmten: Mohr bekam eine Zahnspange. Sein erster Roman „Hasenzähne beißen nicht“ wurde über Nacht zum Bestseller, die Fortsetzung „Meine Spange in deinem Haar“ avancierte zu einer der anrührendsten Liebesgeschichten der deutschsprachigen Literatur.
In Mohrs gymnasialer Phase veröffentlichte er regelmäßig kleinere und größere Werke. Hervorzuheben sind an dieser Stelle die düsteren Drehbücher „Das Zombiemassaker“ und „Schlachtet die Robbenbabys!“, die beide kommerzielle Erfolge wurden.
Nach dem Abitur versuchte Mohr, den Kriegsdienst mit der Waffe aus Gewissensgründen zu verweigern. So veröffentlichte er schnell die Kurzgeschichten „Vergesst meine Drehbücher!“, „So schlimm bin ich ja gar nicht!“ und „Entschuldigung“, was ihm in der entscheidenden Gerichtsverhandlung ein wohlwollendes Urteil einbrachte.
Nach dem Zivildienst im St.-Vinzenz-Hospital Dinslaken begann Mohr im selben Haus 1985 die Ausbildung zum Krankenpfleger. Aus dieser Zeit stammen seine romantischen Gedichtbände „Der Duft der Fiebermesser“, und „Das Kackstuhlsonett“ sowie die bei Bastei-Lübbe erschienenen Abenteuer-Arztromane „Doktor Stark sucht das Bernsteinkarzinom“ und „Doktor Stark und das Darmrohr des Archimedes“.
Nach bestandener Prüfung zum Krankenpfleger arbeitete Mohr bis 1990 auf der psychiatrischen Station seines Ausbildungskrankenhauses. Unter dem Einfluss seiner häufigen Wechselschichten schireb er seine in  Mundart verfassten Bin-Müde-Dramen: "Binno müde", 1988, "Binno nich wach", 1989, und "Kömich schowieda hinleen", 1990. Mit dem Beginn des Studiums des Lehramtes für die Primarstufe in Essen verfiel Mohr selbst in eine tiefe Lebenskrise, deren Bearbeitung Jahre dauerte und die von Selbstzweifeln und Sinnsuche geprägt war. In dieser Zeit schrieb er sicher sein wichtigstes Werk, die Familienchronik „Scherbenhuafen“, für das er den Autorenpreis des Landes Nordrhein-Westfalen in der Sparte „Manuskript mit den meisten Tippfehlern“ einheimsen konnte.
Von 1997 bis 2000 arbeitete Mohr als Grundschullehrer in Düsseldorf. Seit dem Sommer 2000 ist er an einer Schule in Hünxe angestellt und leitet verschiedene Theatergruppen.
Markus Mohr ist verheiratet, hat eine Tochter und einen Hund. Er lebt in Dinslaken. Für seine Tochter Mona erhielt er den Konstrukteur-Preis des Max-Planck-Instituts (Sektion Nervensäge) in Silber.

Von Markus Mohr ist beim Deutschen Theaterverlag erhältlich :

Theaterstücke:

*Abseits der sicheren Pfade

Die Amerikanerinnen Paris und  Hilty wollen in den Harem, weil es dort so tollen Schmuck geben soll. Aufstände und Wirren machen die Lage zunächst aber sehr unübersichtlich ... Eine west/östliche Groteske

*Rätselraten um Charlotte

Wo ist die  Preiskuh? Wurde sie gekidnappt? Sherlock Holmes, Men in Black, ein eingebildeter Prinz und eine indische Göttin suchen die Kuh und des Rätsels Lösung. Bauernschwankparodie.

*In Märchenhaft oder Der Aufstand der Stiefmütter

Märchenhaft ist in diesem Stück höchstens die Rahmenhandlung. In den einzelnen Szenen geht es hart zur Sache. Aggression und Gewalt sind seine Themen, dargestellt an typischen Streitfällen unter Märchenfiguren. Richtig gelesen werden wollen eben nicht nur Bücher.

Und siehe, es geschah - nichts!

Hier wird die die Weihnachtsgeschichte einmal sehr anders erzählt - ohne die Geburt Jesu, dafür aber mit einem ebenso humorvollen wie nachdenklichen Blick auf die ewigen Schwächen der Menschen.

*Uschi, mein Fisch oder die Reise in einem gelben Unterseeboot

Der Opa der kleinen Luzie lebt im Altersheim, doch früher war er ein erfolgreicher U-Boot-Kommandant. Vielleicht könnte er das Boot ja noch mal flottmachen und seiner Enkelin einen Herzenswunsch erfüllen? Eine gute Mannschaft lässt sich auch im Altersheim noch finden. Das ist der Anfang eines großen Abenteuers, in dem Undercover-Agenten, wertvolle Fische und eine verflossene Liebe Hauptrollen spielen.