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Matthias Hahn

 Es geschah am 15. Juni 1986: „Matthias, wir hätten da eine ganz tolle Rolle für dich.“ „Ihr wisst, ihr seid meine besten Freunde, und ihr könnt mich zu allem überreden, aber nicht zum Theaterspielen. Theater ist langweilig und uninteressant.“ „Es ist nur eine ganz kleine Rolle.“ „Und doof ist es auch.“ „Du brauchst nur ein paar Sätze auswendig zu lernen, und dann kannst du später deinen Enkeln erzählen, dass du mal Schauspieler warst.“ „Ah.“ So kam ich zum Theater, nachdem ich während meiner gesamten Schulzeit jede Berührung mit dieser Kunstrichtung erfolgreich vermieden hatte (abgesehen von einer tragenden Rolle in einem Römischen Stück, einer Säule). Was meine „Freunde“ mir allerdings nicht erzählt hatten, war, dass das Theaterspielen eine der gefährlichsten Drogen auf dem Markt darstellt ... Geboren wurde ich 1960 in einem kleinen Dorf mit dem Namen Niedersteinbach in der Nähe von Aschaffenburg. Über meine Jugend ist nichts weiter Nennenswertes zu berichten. Auch in meiner Studienzeit als Biologe erlebte ich außer einigen Explosionen und Saalräumungen im Fach Chemie nichts Besonderes. Nachdem ich mich anschließend vier Jahre als Molekular-biologe gelangweilt hatte, gründete ich zusammen mit Freunden das OMEGA-Theater Würzburg. Für diese Bühne habe ich eine ganze Reihe von Stücken inszeniert, geschrieben oder übersetzt, habe Bühnenbilder gebaut und Musiken komponiert. Nebenbei war ich als Regieassistent und Inspizient im Stadttheater Würzburg tätig, habe im Klassik-Kabarett „Musenkuss“ mitgewirkt und mehrere Stücke für die „Gaukler“ in Lohr inszeniert. 1998 habe ich dann zum Logopäden umgeschult und arbeite seit 2001 im Blindeninstitut Würzburg mit mehrfachbehinderten Kindern und Jugendlichen. Dummerweise konnte ich auch dort nicht vermeiden, eine Theatergruppe aufzubauen. Um meine Theatersucht zu therapieren, versuche ich mich seit 2004 im Prosa-Fach. Neben einer Reihe von Kurzgeschichten, die im April 2007 unter dem Titel „Die Bestie von Bangstedt“ im „Buchverlag Peter Hellmund“ erschienen sind, tüftele ich an einem fünfbändigen Fantasy-Epos, dessen Veröffentlichung noch vor meinem Tod im Jahr 2044 geplant ist.

Von Matthias Hahn ist beim Deutschen Theaterverlag erhältlich :

Theaterstücke:

*Der Glöckner von Notre Dame

Victor Hugos berühmte Geschichte von verborgenem Begehrern, von Mord und einem vergeblichen Rettungsversuch, von der schönen Esmeralda und dem entstellten Quasimodo hier in einer spannenden und ausgezeichnet spielbaren Bühnenfassung

*Der Glöckner von Notre Dame (Freilichtfassung)

Victor Hugos berühmte Geschichte von verborgenem Begehrern, von Mord und einem vergeblichen Rettungsversuch, von der schönen Esmeralda und dem entstellten Quasimodo hier in einer spannenden und ausgezeichnet spielbaren Neubearbeitung für die Freilichtbühne.

*Ein Sommernachtstraum(a)

In atemberaubendem Tempo verwickeln uns die emanzipierten Elfen und der Migranten-Kobold Puck in den berühmten Liebesreigen von Helena und Lysander.

*Romeo und Julia

Die Liebesgeschichte aller Liebegeschichten -  hier in einer Fassung, die angenehmen Versrhythmus und moderne Prosa eingängig verbindet.

*Hamlet

Ob historisch-werkgetreue oder mit "Gothic"-Elementen inszeniert: Versrhythmen in Verbindung mit moderner Prosa zeichnen diese gut spielbare Fassung aus.

*Wie es euch gefällt

Der Ardenner Wald verbirgt eine bunte Gesellschaft von Narren, Vertriebenen und Liebenden. Eine neue, flüssige und schöne  Übertragung der wunderbaren Komödie von William Shakespeare.

*Der Mann in der eisernen Maske

Den berühmten Musketieren bietet sich ein letztes Abenteuer:  Der geheime Zwillingsbruder Ludwigs XIV., der, in die "eiserne Maske" gesperrt, ein elendes Gefangenendasein fristet, soll unbemerkt gegen den moralisch verdorbenen König ausgetauscht werden ... Nach dem Roman von Alexandre Dumas.

*Der Hexer

 Eine schöne Frau, ein skrupelloser Anwalt, ein undurchsichtiger Arzt - wer von ihnen kennt den "Hexer" oder ist es gar selbst? Noch tappt Scotland Yard im Dunkeln ... Der Autor hat die Kriminalgeschichte stark gestrafft und mit dem Diener Samuel Hackitt ein echtes Original und einen Publikumsliebling geschaffen.

*Der schwarze Abt

Eine gespenstische Abtei, geisterhafte Stimmen, ein verborgener Schatz und eine zarte Romanze … mit dieser Edgar-Wallace-Dramatisierung können Sie atmosphärisch und spielerisch alle Register ziehen. Die Geschichte bleibt spannend bis zum Schluss und wird das Publikum nicht wenig überraschen.

*Das Geheimnis der gelben Narzisse

Ein chinesisches Theater in Soho, London. Auf mysteriöse Weise ist eine Tänzerin ums Leben gekommen. Zunächst glauben alle an einen Unfall. Doch bald schon gibt es die nächste Tote ... Ein Krimi nach Motiven von Edgar Wallace Romanen "Die seltsame Gräfin" und "Das Geheimnis der gelben Narzissen". 

* Das Faustspiel

Karl Zipfelmayer, genannt Z., hält sich für den größten aller Regisseure. Doch diesmal reden ihm seine Auftraggeber, die kleinstädtischen Prominenten, in alles hinein. Er muss sogar den waffenvernarrten Sohn der Stadträtin mitspielen lassen. Und ein Bühnengespenst verschlingt angeblich regelmäßig die Hauptdarstellerin.  Eine Parodie auf den Theaterbetrieb.

*Dr. Jekyll und Fräulein Hyde

Mr. Hyde ist eine Frau! Das gefällt nicht nur Dr. Jekyll, sondern auch dem neuen Dienstmädchen und dem Publikum. Was nun aus den Forschungsgeldern der Wissenschaftskommission wird, ist allerdings unklar. Eine gar nicht harmlose, aber überaus amüsante  "Gender"-Fassung des berühmten Romans.

*Der Frosch mit der Peitsche

Pension Schloss Monkshall ist ein unbehaglicher Ort: Alle Gäste haben etwas zu verbergen. Auch Inspektor Bliss ist als Schmetterlingsforscher inkognito angereist, denn er ist auf der Jagd nach dem mörderischen "Frosch". Vergnügliche Kriminalkomödie

*Der letzte Tanz der Mata Hari

"Mata Hari" alias Margarethe Gertrude Zellerwurde als Tänzerin und Doppelspionin zum Mythos des Fin de siècle - und zum Opfer nationalistischer Interessen Deutschlands und Frankreichs.