Fachliteratur

B.E.S.T.

Theater in Bestform

Wer Theater spielen möchte, hat oft eine sehr konkrete Vorstellung: Bühne, Vorhang, Text, Schauspieler im Scheinwerferlicht und viele Reihen applaudierender Zuschauer.

"Dass sich auch andere theatrale Formen allen Beteiligten, nicht zuletzt den Zuschauenden, mit Lust und Gewinn vermitteln lassen, zeigt dieses Buch.
... Seit mehr als 25 Jahren gibt es in Bremen ein schulübergreifendes Theater, geleitet von dem Theaterpädagogen Karl-Heinz Wenzel, der die Arbeit von B.E.S.T jetzt in einem Buch dokumentiert hat. 14 Stücke sind seit 1990 in stets wechselden Besetzungen entstanden. Dabei spielten die 16- bis 22-jährigen Akteure stets an Orten, an denen üblicherweise kein Theater erwartet wird: auf Schulhöfen, im Hallenbad, in Fabrikhallen oder einem Hochregallager oder im Güterbahnhof.
Im Buch erläutert Karl-Heinz Wenzel seine Arbeitsprinzipien.
Danach verzichtet die Gruppe auf die Wiedergabe linear verlaufender Erzählungen, begrenzt die Stücke auf eine Stunde Spieldauer, vermeidet wegen der akustisch problematischen Spielorte allzuviel Text und setzt auf eine körperbetonte Spielweise, bei der es darauf ankommt, dass jeder Akteur seine eigene Gebärde findet.
Die Spielstrukturen in einem enthierarchisierten Ensemble ohne Haupt- und Nebenrollen sollen der Lebens- und Alterssituation der Jugendlichen gerecht werden.
"Ein Theater der Emotionen und des Kampfes ist auch ein Theater der Unsicherheit, das den Mitspielern die Chance der Selbstfindung gibt", so Karl-Heinz Wenzel.
Die dazu erwerbbare CD zeigt die seit 1992 entstandenen Produktionen. "
Peter Groth im "Weser Kurier" vom 11. 04. 2006

"Um es gleich vorweg zu sagen: Das Buch ist ein Muss für jeden Theaterlehrer, der nicht Regisseur spielen will, sondern dem es eine Herzenssache ist, Jugendliche in ihren aktuellen Lebenswidrigkeiten zu begleiten und ihnen zu helfen, in einem künstlerischen Prozess Ausdrucksformen dafür zu finden.
Karl-Heinz Wenzel stellt auf 116 Seiten seine Arbeitweise vor, die er in seiner 20-jährigen Arbeit mit Jugendlichen entwickelt hat. Die postdramatisch angelegten Präsentationen haben stark perfomativen Charakter. Der Autor beschreibt leicht lesbar, gut nachvollziehbar und selbstkritisch sein Konzept, das auch stimulierendes Modell für Theaterunterricht in der Oberstufe sein kann. Sein Projektplan: Nach Ensemblefindung und Festlegung eines übergeordneten Themas wie Gewalt, Liebe oder Identität steht die Suche nach einem inspirierenden Raum, der nicht als Theaterbühne hergerichtet wird, sondern als eigenständiger Raum erhalten bleibt (z.B. eine leerstehende Lagerhalle, eine geschlossene Disco o.Ä.)
Die Kunst des Theaterlehrers besteht nach Wenzel darin, mit hoher Achtsamkeit die Spielangebote der Jugendlichen "wahr"zunehmen und gemeinsam mit ihnen angemessene künstlerisch-darstellerische Formen zu finden. Er gibt in seinem Buch dafür anregende Beispiele.
Volker List in "Schultheater" Heft 5, 2011

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