Fachliteratur

Spiel & Theater

Die Zeitschrift für Theater von und mit Jugendlichen.

N E U !

inhalt
 /// 01 _ editorial
 aus der schulischen praxis
 // 02 _ Volker List Erzähltheater im Grundschulalter – Behutsamer Einstieg ins Theatermachen
 /// 06 _ Andrea Wackertapp Für eine gemeinsame Zukunft – Gegen wachsenden Zynismus spielen: T heater mit jugendlichen Geflüchteten
 /// 10 _ Frank Dopp Licht und Schatten, Stimme und Raum: Theaterspiel komplex
das interview
 // 13 _ Günter Frenzel Theaterclub oder Schultheatergruppe – Theater bleibt Theater
Interview mit Winfried Steinl, Theaterlehrer im „UnRuhestand“

aus der ausserschulischen praxis
/// 18 _ Arndt Wille Straße der Gleichheit – Ein Theaterprojekt im Rahmen des talentCAMPus Berlin Neukölln

theaterpraxis: handfest!
/// 22 _ Heike Werntgen Bühne – Publikum

von treffen und tagungen
/// 24 _ Michael Aust Schultheater der Länder 2016 in Erfurt – eine Festival Rückschau - Jugendkultur, Bildungskritik und Sprachforschung
/// 30 _ Ina Driemel Theatertreffen der Jugend 2016 - und die Frage nach dem Jugendbild
/// 32 _ Annette Kaufhold Zentrale Arbeitstagung des Bundesverbandes Theater in Schulen e.V. – 2016 in Rostock: - Theater der Vielfalt und Teilhabe

positionspapier
/// 36 _ Bundesverband Theater in Schulen e.V.: Bündnis für THEATER MUSS ENDLICH SCHULE MACHEN!

weiterbildung für theaterlehrer/innen
/// 38 _ Christian Heib Wie wird man Theaterlehrer/in im Saarland?

leserbrief
/// 39 _ Gabriele Barth Leserbrief zu: Gedanken zu Rassismus und Diversität – anlässlich des diesjährigen Theatertreffens der Jugend im Haus der Berliner Festspiele

rezension / kurzrezensionen
/// 40 _ Prof. Dr. Edgar Wilhelm Buchbesprechung: Hans-Wolfgang Nickel (Hg.): - Spiel-Theater-Medien in Kindheitpädagogik und sozialer Arbeit
/// 41 _ Prof. Dr. Hans-Wolfgang Nickel Neues aus Büchern: · Stop Teaching! Neue Theaterformen mit Kindern und Jugendlichen.· Theater zwischen Ich und Welt – Beiträge zur Ästhetik des Kinder- und Jugendtheaters. Theorien – Praxis – Geschichte
/// 42 _ schul- und jugendtheaterfestivals
/// 45 _ aus den ländern Bremen, Hamburg, Niedersachen, Schleswig-Holstein
/// 49 _ impressum und autorenverzeichnis

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Wenn Kinder spielen, dann spielen sie bekanntlich nur für sich, dann passiert es meist, dass sie in ihrer Spielsituation versinken und sich ganz und gar auf ihren Spielpartner konzentrieren. Stehen sie nun auf der Bühne, dann kommt das Publikum hinzu, und sie müssen dies in ihr Spiel einbeziehen! So weit, so bekannt! Aber wie kann man ihnen dabei behilflich sein? Volker List hat es versucht und über das Erzähltheater Wege gefunden diese Schwierigkeit zu bewältigen.

Einen ähnlich behutsamen Weg, in diesem Fall junge Flüchtlinge in die ästhetischen Prozesse einer Stückerarbeitung zu verwickeln, hat unsere Autorin Andrea Wackermann beschritten und schafft dabei – wie nebenbei – eine wunderbare Situation der Begegnung und des gegenseitigen Kennenlernens.

„Theater in Inklusionsklassen sollte sehr weit vorn stehen in den Rahmencurricula der Länder“ fordert unsere Autor Frank Dopp und berichtet in diesem Heft und im nächsten über theatrale Methoden, dieser wichtigen und nicht einfachen Aufgabe gerecht zu werden.

Wir haben es immer gewusst, die Theaterarbeit mit Jugendlichen am Lernort Schule unterscheidet sich sehr, von der Theaterarbeit mit Jugendlichen am außerschulischen „Lernort“ Theater – oder vielleicht doch nicht? Günter Frenzel geht dieser Frage in einem Gespräch mit Winfried Steinl nach, der sehr lange und sehr erfolgreich in beiden Bereichen gearbeitet hat.

Über den Erfolg eines Theaterprojektes in Berlin berichtet unser Autor Arndt Wille vom talentCAMPus Berlin Neukölln. Auch hier geht es - wie in vielen ähnlichen Fällen - nicht ausschließlich um Theater. Der Theatermacher ist sich der doppelten Zielsetzung und der Problematik seiner Aufgabe durchaus bewusst. Er sagt: „Natürlich sind wir als Theaterpädagogen hierher gekommen und nicht als Soziologen. Und trotzdem besteht ein Teil unserer Motivation darin, die Sprachlosigkeit der jungen Teilnehmer innerhalb des sie betreffenden Diskurses aufzulösen.“

Unter der Rubrik THEATERPRAXIS: HANDFEST stellt die Theaterpädagogin Heike Werntgen sehr detailliert eine Reihe von Theaterübungen vor, die sie unter dem Titel „Bühne-Publikum-Spiel“ zusammenfasst. „Diese Übungen“ sagt sie aus ihrer theaterpädagogischen Erfahrung heraus „sind für alle Altersgruppen und alle homo- und heterogenen Gruppen nutzbar, da es alle Spielenden abholt, ihre Unterschiedlichkeit nutzt, aber trotzdem ein gemeinsames Spielerlebnis ohne Konkurrenz erzielt. Außerdem werden einige der wichtigsten Theaterbegriffe nebenbei mit vermittelt und die Ergebnisse können als Grundlage oder als Bilder für ein Theaterstück genutzt werden.“

Christian Heib von der Beratungsstelle Schultheater in Saarbrücken antwortet auf die Frage: „Wie wird man Theaterlehrer/in im Saarland?“ und macht uns darüber hinaus generell mit der Situation des Schultheaters in diesem Bundesland vertraut.

Michael Aust ruft in seinem Artikel das Schultheater der Länder 2016 in Erfurt wieder in Erinnerung und beschreibt sehr konkret, ausführlich und genau, wie sich die einzelnen Gruppen mit dem Festivalthema Theater.Sprache auseinandergesetzt haben.

Ina Driemel greift noch weiter zurück und zwar bis zum Theatertreffen der Jungend in Berlin 2016 und geht am Beispiel der Aufführungen der Frage nach „Jugendbildern im Kontext von Theaterpädagogik“ nach.

Die zentrale Arbeitstagung des Bundesverbandes Theater in Schulen 2016 in Rostock (ZAT) wird von Annette Kaufhold unter dem Untertitel „Theater der Vielfalt und Teilhabe“ dargestellt.

Der Bundesverband Theater in Schulen stellt ein Positionspapier unter dem Titel: „Theater muss Schule machen“ vor,

Gabriele Barth vom Theaterverlag Weinheim befragt in einem Leserbrief die Ausführungen von Maike Plath, deren Artikel „Gedanken zu Rassismus und Diversität – anlässlich des diesjährigen Theatertreffens der Jugend im Haus der Berliner Festspiele“ im letzten Heft von SPIEL&THEATER erschienen ist.

In einer ausführlichen Rezension beschäftigt sich Prof. Dr. Edgar Wilhelm mit dem Buch von Prof. Dr. Hans Wolfgang Nickel „Spiel – Theater – Medien in Kindheitspädagogik und sozialer Arbeit“ und Hans Wolfgang Nickel selber stellt uns in zwei Kurzrezensionen zwei Theaterbücher vor, deren Rezensionen im „socialnet“ in voller Länge erschienen sind.

Informationen zu den Schul- und Jugendtheaterfestivals im Jahre 2017 und die Länderseiten von Bremen, Hamburg, Schleswig- Holstein und Niedersachsen beenden wie immer das „Programm“ dieses Heftes.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre dieser Ausgabe von SPIEL&THEATER.

Der Verlag und die Herausgeber Günter Frenzel und Karl-Heinz Wenzel

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Das Recht zur einmaligen Aufführung wird in Räumen mit bis zu 300 Plätzen durch den Kauf der Rollenbücher erworben. Andernfalls und ab der zweiten Aufführung ist eine beim Verlag zu erfragende Tantieme zu bezahlen.

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Bestellnummer

ST 199

Preis

6.50 €

Autor

Herausgegeben von Karl-Heinz Wenzel und Günter Frenzel.