Fachliteratur

Wenn der Vorhang fehlt

Zum Bedeutungswandel des Theatervorhangs an deutschen Schauspielhäusern.

Eine Untersuchung zur langen Tradition des Theatervorhangs: Manchmal ist es eine überbordende Fülle an Requisiten und Kulissen, die der Vorhang unter  Verschluss hält. Ein anderes Mal ist es eine nahezu kahle Bühne. Und neuerdings, und das ist dem antiillusionistischen Theater zuzuschreiben, gibt es den Vorhang gar nicht mehr. Ein bedeutender Mitspieler im Theater droht zu verschwinden - was bedeutet das eigentlich und stimmt es überhaupt? Die These, dass es sich beim Öffnen und Fallen des Vorhangs um ein überholtes Rutual handelt, hat die Autorin in dieser Arbeit auf anschauliche Weise untersucht. Abgerundet werden die Ergebnisse durch ein Interview mit Frank Castorf.

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Die lange Tradition des Theatervorhangs
2.1 Begriffliche Bestimmung und Grundfunktionen
2.2 Ursprünge des Vorhangs
2.3 Bau- und Funkitonsweisen des Vorhangs
2.4 Überblick pber verschiedene Bühnenraum- und Theaterkonzepte

3. Der Theatervorhang aus Sicht der Regie
3.1 Erkenntnisinteresse
3.2 Die Methodik: Leitfadeninterview mit Regisseur Frank Castorf
3.3 Ergebnisanalyse 

4. Annäherung an den Theatervorhang heute - Ein Überblick
4.1 Erkenntnisinteresse
4.2 Die Methodik: Fragebogenerhebung
4.3 Die Ergebnisse der quantitativen Umfrage

5. Fazit
5.1 Die wesentlichen Aussagen
5.2 Ergebnis: Antworten auf die Forschungsfragen
5.3 Konsequenzen der Ergebnisse

Endnoten
Literaturverzeichnis
Internetseiten
Abbildungsverzeichnis
 Interview mit Regisseur Frank Castorf

" Theater, Literatur, Musik, Kunst und Reisen – das ist ihre Welt. Parallel zu ihrem Beruf als Feuilletonredakteurin studierte Julia Marre, die mittlerweile in Kiel lebt, daher Kulturwissenschaften an der FernUniversität in Hagen. Auf das Thema ihrer Bachelor-Arbeit stieß sie bei ihren zahlreichen Theaterbesuchen. „Ich besuche berufsbedingt viele Schauspielhäuser und bin auch privat ein großer Theaterfan“, berichtet Julia Marre, der das zunehmende Verschwinden des Theatervorhangs auffiel. Mit ihrer Annäherung an den Bedeutungswandel des Theatervorhangs an deutschen Schauspielhäusern hat sie eine Forschungslücke entdeckt. Der deutsche Theater-Verlag hat ihre Bachelor-Arbeit „Wenn der Vorhang fehlt“ jetzt in der Fachliteratur-Reihe „Standorte“ veröffentlicht.

„Aus dem dekorativen Unterteilungselement ist auch ein Instrument zur Ver- und Enthüllung geworden und mittlerweile eines, das dem Publikum im gegenwärtigen Theater in schier unendlichen Variationen begegnet“, sagt Julia Marre. Während in einer Komödie ein Vorhang unbedingt dazu gehöre, habe das antiillusionistische Theater diesen komplett abgeschafft."

Carolin Annemüller im Mitteilungsblatt der Fernuni Hagen am 5.4.2017

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Bestellnummer

VF 1008

Preis

7.50 €

Autor

Julia Marre