Theaterstücke

*Worst Case

„Nicht die Katastrophen selbst und deren direktes Erleben (oder Erleiden), sondern die medialen und politischen Katastrophenerzählungen, das unaufhörliche Gerede in Nachrichten und Talk-Shows, die sich dem Bewältigen oder Beschwören realer Katastrophen widmen, sind ihr Material. Diese Katastrophendiskurse wiederum setzt sie in Beziehung zum unermesslichen Fundus an Genrebildern, die die Kinoindustrie produziert. Diese Bilder und Szenen evozieren und überformen unsere Erwartungen und Ängste. Aus dem Amalgam der Klischees, die sie produzieren, verfertigen wir unsere Gedanken beim Reden über das, was uns droht. Sie bilden so etwas wie die Grundlage unserer Culture of Fear. Kathrin Röggla hat diese Filme angesehen, um so etwas wie die Grammatik
des Katastrophalen zu erarbeiten.
Ihr Stück handelt also nicht von einstürzenden Häusern, entgleisenden Zügen, Killerviren, Schlammlawinen und Tsunamis. Es folgt vielmehr der Entdeckung, dass das Spektakuläre „in die ritzen aller erzählungen eingedrungen“ ist, dass es die Schnitttechniken und Erzählformen bestimmt. Die Katastrophenerzählungen Hollywoods bilden die Matritze unserer Weltwahrnehmung. Folglich müssen
wir Zuschauer die Katastrophengrammatik lernen, weil sie, wie Röggla formuliert, „ die sprache ist, die über unsere köpfe hinweg gesprochen wird“. Dazu will sie uns in ihrem neuen Stück verführen und stellt sich selbst die Aufgabe, den Suggestionen der allgegenwärtigen Genreerzählungen mit einem Gegenzauber zu begegnen, der andere Unheimlichkeiten erzeugt als die in Science- Fiction-Filmen.

Bestellen

Das Recht zur einmaligen Aufführung wird in Räumen mit bis zu 300 Plätzen durch den Kauf der Rollenbücher erworben. Andernfalls und ab der zweiten Aufführung ist eine beim Verlag zu erfragende Tantieme zu bezahlen.

Bestelldetails

Bestellnummer

F 1260

Preis

13.80 €

Mindest​bestellmenge

2 Stück

Spieldauer

keine Angaben

Anzahl der Spieler

keine Angaben

Alter

Erwachsene