In dem ersten Theatertext von Roland Schimmelpfennig wird hart gekämpft um geheimnisvolle Objekte, um den Fisch, um die Existenz. Ohne Umwege beginnt die Handlung: "Gib mir die Schuhe" fordert der junge Mann vom alten und bricht ein in seine Hütte, unversehens. Fische will er fangen, mitten im Winter, die blauen Heringe unter dem Eis. Dazu braucht er Dinge, die das junge Mädchen auf seinen unsichtbaren Wegen findet. Sie sind greifbar, sichtbar, nützlich und festumrissen. Dennoch verwandeln sie sich unter dem Blick der Menschen wie im Märchen. Aus einem Löffel wird ein Ruder, ein Schlüssel aus Gold und Silber.
Spieldauer:
90 Minuten
Autor
Von Roland Schimmelpfennig.
Anzahl der Spieler
W:1 M:3
Im Winter 2002 wurde in Deutschland eine Person verhaftet, die einen Liebhaber auf dessen Wunsch hin gegessen hatte.
Spieldauer:
90 Minuten
Autor
Von Igor Bauersima.
Anzahl der Spieler
W:1 M:1
Mariedl lebt in diesem Stück weiter, die unvergeßliche Königin der Aborte aus den Präsidentinnen. Auch in Antiklimax ist sie eine Geschundene, die ihr Schicksal mit übergroßer Geduld erträgt, hier aber sie selbst übersteigende Einsichten zelebriert.
Die Sprache Schwabs erreicht, wenn das nach all den vorangegangenen Stücken denn überhaupt noch geht, einen weiteren Höhepunkt und erhebt das Kleinbürgerdrama zum großen Welttheater. Archaisch, biblisch, mythisch, fäkalisch.
Spieldauer:
90 Minuten
Autor
Von Werner Schwab.
Anzahl der Spieler
W:2 M:5
Offen Gruben, offene Fenster ist auch eine Manifestation der Kraft der Sprache.
"Gesprochen wird äußerst unzufällig. Man färbt die Worte persönlich, um sich womöglich gemeinsam auszukennen. Jedes Wort, jede gedankliche Verbindung ist eigentlich ein Versuchsballon. Andererseits betrachtet man das Gesprochene wie frisches Blut, das man in den Mund nehmen will, nachdem man sich verletzt hat." (Werner Schwab, Vorbemerkung zu Offene Gruben, offene Fenster)
Spieldauer:
90 Minuten
Autor
Von Werner Schwab.
Anzahl der Spieler
W:1 M:1