Juni 2026 - Kurz und knackig
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Sommer kommt und mit ihm die großen Ferien. Für alle, die schon wissen, was sie mit ihren Theatergruppen im Herbst veranstalten wollen, hier noch einige Tipps für den passenden „opener“, den Extra-Programmpunkt für den Nachwuchs oder für diejenigen, die auf kurze, Texte für zwischendurch Lust haben.
Es gibt auch ein Kurzspiel für alle, die erst gar keinen Text lernen wollen: Ulrich Kabitz‘ „An allem ist die Katze schuld“ ist immer noch die perfekte Partyüberraschung. Die Textbücher werden ausgeteilt und los geht’s! Das Spiel besteht darin, dass inklusive der Regieanweisungen die selbstverständlich völlig abstruse Handlung vom Blatt abgelesen und mehr oder weniger bewusst amateurhaft umgesetzt wird. Das Ergebnis ist jedes Mal außerordentlich komisch. Ihre Gäste werden ganz neue Talente an Ihnen oder an sich selbst entdecken!
Im „klassischen“ Genre der Sketche hat unser Autor Thorsten Böhner einiges zu bieten. „Jetzt aber mal ehrlich“, zum Beispiel, eine Sammlung von drei Kurzspielen mit je 15 – 20 Minuten Dauer, betrachtet das Thema unter mehreren Aspekten. Man kann aus Rücksichtslosigkeit brutal ehrlich sein, aber auch, weil man endlich so unabhängig ist, jemandem die Wahrheit sagen zu können, und im besten Fall, weil eine geliebte Person die eigenen Schwächen akzeptiert.
„Drei sind keiner zu viel“ – das stimmt oft nicht. Die drei in diesem Band versammelten satirischen Kurzstücke zeigen hingegen, dass der oder die Dritte manchmal unentbehrlich ist. Etwa in einer Paartherapie, in der das symbiotische Paar zum Streit animiert werden soll. Oder in einer Verkehrskontrolle, die die Fahrerin endlich von ihrem nörgelnden Beifahrer befreit.
„Casting, Kaffeesatz und Premierenfieber“ heißt eine der neuen Sketchsammlungen von Thorsten Böhner. Beim „Casting“ geht es um die Aufnahme in den Himmel – oder in die Hölle, das könnte einfacher sein. Kaffeesatz“ handelt von einer spiritistischen Sitzung, die unvermutete Wahrheiten ans Licht bringt, und in „Premierentrauma“, herrscht eine Stimmung, die man keiner Theatergruppe wünscht.
Ein sehr lustiger Wahrsagerinnensketch mit wirklichem Knalleffekt ist auch „Madame Salleria“ von Walter Brunhuber, zu finden in der Sammlung „Schöne Aussicht“. Darin drei weitere Kurzspiele. Zum Beispiel „Blind Date“: Sigi, Ingenieur im fortgeschrittenen Alter, bringt zu jedem Date seine Mutter mit. Oder „Anna und Gabi“: Die Freundinnen besteigen einen Gipfel, obwohl Nebel aufzieht. Oben angekommen, schauen sie sich Fotos der Umgebung auf dem Smartphone an, haben den Proviant vergessen und müssen sich von der Bergwacht retten lassen. Auch sehr bissig: „Sonntagmorgen“: Eine Frau hält gewohnheitsmäßig Monologe, da ihr Mann sich ständig hinter der Zeitung verkriecht. Er reagiert erst, als unvermutet Schweigen einsetzt ...
NEU im Programm: „Hornochse, Wiener Würstchen und TikDog“ von Christoph Stehr. Die „Schlacht am Buffet“, hier in einem Ferienresort, kann ein grandioses Schauspiel sein. Doch wer zu lange über andere herzieht, könnte am Ende hungrig bleiben. „Die lieben Eltern“ greift ebenfalls eine vertraute Situation auf: Einkaufen für die betagten Eltern. Der etwas konfuse Einkaufszettel wird gewissenhaft abgearbeitet. Doch es empfiehlt sich nicht, nach dem Bezahlen nochmal einen Anruf der Mutter entgegenzunehmen …
Außerdem NEU im Programm: „Schneewitti reloaded“ von Thorsten Böhner, eine ätzende, bissig gereimte Zeitgeistversion dieses Märchens, die sich an junge Spieler/innen wendet, und „Gehaltspoker, Generalstreik, Gen Beta“, drei weitere Sketche von Christoph Stehr.
Falls Sie aus kurzen Stücken ein abendfüllendes Programm zusammenstellen wollen, könnten Sie bei Andreas Kroll an der richtigen Adresse sein. Empfohlen seien hier die Programmfolgen „Männer! Und Frauen“ (mit Moderatorenpaar) und die Krimifolgen „Das Böse, nein, es ruht und rastet nicht“, auch auf plattdeutsch verfügbar.
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Wir freuen uns über Ihr Interesse und grüßen bei hochsommrerlichen Temperaturen herzlich aus Weinheim
Ihr
DEUTSCHER THEATERVERLAG
Gabriele Barth